Bilingualer Sachunterricht an bayerischen Realschulen

Bilingualer Sachunterricht an bayerischen Realschulen

MODELLVERSUCH „BILINUGALE ZÜGE“

Seit mehr als 5 Jahren bietet unsere Schule das Sachfach Kunst als Bilinguales Fach an. Was jedoch muss man sich darunter vorstellen? Was bedeutet Bilingualer Sachunterricht? Welche Vorteile hat er und welche Kompetenzen werden vermittelt?

Bilingualer Sachunterricht bedeutet, dass ein Sachfach – in unserem Fall Kunst – in einer Fremdsprache (Englisch) unterrichtet wird. Hierbei wird der Erwerb von Fachwissen mit dem Anwenden einer Fremdsprache verbunden, wobei die Thematik des Sachfachs im Vordergrund steht.

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Die Vorteile dieses Unterrichtsfaches bestehen darin, dass die Fremdsprache (Englisch) inhaltsorientiert angewandt wird und somit authentische Sprachanlässe den Schüler motivieren, sich über die Problematik der Sprachbarriere hinwegzusetzten und sich völlig wertfrei in der Sprache zu üben. Abgesehen davon erfährt der Schüler zwei Wochenstunden mehr Englisch. Dadurch haben die Schüler, die sich für diesen Unterricht entscheiden, einen deutlichen Kompetenzvorsprung in der Fremdsprache.

Des Weiteren bereitet der bilinguale Unterricht auf eine globalisierte Berufswelt vor und somit ergeben sich bessere Chancen bei der Berufsbewerbung.

Grundsätzlich steht der Bilinguale Kunstunterricht allen Schülerinnen und Schülern, die sich für die Wahlpflichtfächer Gruppe IIIb entscheiden, offen. Einmal gewählt, ist er von der 7. – 9. Klassenstufe verpflichtend. Die Leistungsmessung erfolgt ausschließlich über das Sachfach Kunst. Im Zeugnis erfolgt ein Vermerk darüber, dass der Kunstunterricht auf Englisch erfolgte. Dieser Vermerk kann auch in das Abschlusszeugnis übernommen werden.

Wichtig für die Entscheidung ist nicht die Englischnote, sondern eine positive Arbeitshaltung, Interesse am Fach Kunst (da der Unterricht auf Englisch stattfindet, erhalten die Schüler eine Wochenstunde mehr Kunst) und vor allem aber die Motivation Englisch zu sprechen.

Nachdem im bilingualen Kunstunterricht mehr Zeit zu Verfügung steht und dieser in der Regel am Nachmittag stattfindet, kann hier viel freier gestalterischer gearbeitet werden. So war es in den letzten Jahren möglich, beispielsweise ein „offenes Atelier“ in Kooperation mit der IS-Augsburg, eine Ausstellung in Kooperation mit einem Neusäßer Künstler und Workshops in Kooperation mit dem Staatstheater anzubieten.

Miriam Puireux

(in Anlehnung an: ISB; Bilingualer Sachunterricht an bayerischen Realschulen/Modellversuch „Bilinguale Züge“)